Heiko Nickel, unser Kandidat für den Römer

„Neue Wege entstehen, indem Mensch sie geht – oder mit dem Rad befährt.” (frei nach Kafka) 

Unzuverlässige Bahnen, zugeparkte Geh- und Radwege, Staus, schlechte Luft …
38 % der befragten Frankfurter*innen bewerteten den Verkehr in einer Umfrage der Stadt Frankfurt (September 2020) als das drängendste Problem in unserer Stadt. Heute stehen wir an einem Wendepunkt. Die autogerechte Stadt kollabiert vor unseren Augen. Eine neue Mobilität ist machbar, für viele aber noch nicht erfahrbar. Und es ist nur verständlich, dass der erforderliche Umbruch vielen Menschen Angst macht.

Doch in Kenntnis der guten und schlechten Beispiele aus den anderen Metropolen können wir diesen Prozess gemeinsam bewältigen. 

Mit dem Radentscheid bewiesen wir, dass eine Verkehrswende auch in Frankfurt möglich ist. Mit unserem GRÜNEN Konzept „Stadt am Main – lebenswert, mobil, klimagerecht“ haben wir eine konkrete Vision für eine Verkehrswende in der Stadt entwickelt. 

Das sind aus meiner Sicht wichtige Schritte zur Verkehrswende in Frankfurt:

1. Kostenwahrheit im Verkehr
Wir möchten transparent machen, in welcher Höhe wir den Autoverkehr in Frankfurt bezuschussen. Berechnungen in anderen Städten zeigen, dass nur 37% der Kosten von den Autofahrenden selbst getragen, 63% aber von der Allgemeinheit bezuschusst werden. ÖPNV-Nutzer tragen im RMV immerhin ca. 60% der Kosten. (Quelle: Kommunale Kostenrechnung im Verkehr, Prof. Carsten Sommer, Uni Kassel)

2. Nutzer*innen-Finanzierung des Autoverkehrs 
Lassen Sie uns damit beginnen, dass die Autonutzer:*innen ihren Anteil an den Kosten tragen, z. B. mit einer City-Maut und/oder Parkraumbewirtschaftung. Das hätte zur Folge, dass zumindest ein Teil der Pendler*innen ihr Auto sofort stehen lassen würden (City Maut Studie in München).

3. Massive Verbesserungen im ÖPNV 
Bringen wir unser ÖPNV-Angebot auf ein neues Niveau – durch die Verlängerung der Tram- und U-Bahn-Linien über die Stadtgrenzen hinaus in die Region. Kurzfristige Verbesserungen ließen sich mit kostenlosen Buslinien erreichen. 

4. Daneben gibt es viele weitere Maßnahmen wie z. B. ein 365 € Ticket, Car-Sharing mit flächendeckenden Angeboten oder der Ausbau der Radinfrastruktur, Tempo 40 auf Hauptstraßen, Tempo 20 in Wohngebieten.


Die meisten kennen mich als einen der Initiator*innen des Radentscheides und der Verkehrswende Demo zur IAA. Beruflich berate ich als Geschäftsführer des Landesverbandes Hessen im Verkehrsclub Deutschland (VCD) die Landesregierung in diversen Fachgremien und arbeite seit Jahren auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene für die Verkehrswende. Ich bin Teil eines engen Netzwerks von Aktiven, die beim Radentscheid, in den Stadtteilgruppen, den GRÜNEN Arbeitsgruppen, den Verbänden und Universitäten Konzepte, Visionen und Programmpunkte für ein grünes Frankfurt erarbeitet haben. 
Diese Maßnahmen kann die Stadt nicht alleine durchsetzen – hier möchte ich meine Expertise aus der Facharbeit auf Regional, Landes- und Bundesebene im Römer einsetzen. 

Weitere Informationen zu mir finden Sie unter: www.heiko-nickel.de

(Verfasser: Heiko Nickel, Foto: Heiko Nickel)